10 Praxistipps für gute Kommunikation in den sozialen Netzwerken

Egal, ob Sie zu einer Aktion aufrufen, eine Kampagne planen, ob eine Veranstaltung spontan passiert oder lange geplant ist, ob Freiwillige oder Hauptamtliche involviert sind –soziale Netzwerke sind heute unerlässlich für den schnellen und flexiblen Austausch von Informationen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Mitgliedern und besonders der Öffentlichkeit. Wir haben 10 praktische Tipps für gute Kommunikation in den sozialen Netzwerken für Sie zusammengestellt.

Sie wollen etwas in Ihrem Ort oder Ihrer Region bewegen? Sie wissen, dass soziale Netzwerke dafür heute unerlässlich sind und wollen möglichst gut im Social Web agieren? Hier sind 10 praktische Tipps zur Orientierung:

1. Netzwerk mit Bedacht auswählen

Niemand muss und kann in jedem sozialen Netzwerk präsent sein. Es gilt: Zuerst das Netzwerk genau prüfen und überlegen: „Ist meine Zielgruppe in diesem Netzwerk überhaupt vertreten?“. Erst wenn das klar ist, kann es losgehen.

Twitter-Account von Seitenstark

2. Abwechslung bieten

Sind Sie in verschiedenen Netzwerken unterwegs, achten Sie darauf, wiedererkannt zu werden. Sie benötigen einen einheitlichen Auftritt in den unterschiedlichen sozialen Netzwerken! Das Social Web ist schnell, wenn Sie also viel zu berichten haben, tun Sie das und erstellen Sie Inhalte! Aber: Posten Sie nicht überall exakt dasselbe, denn nicht in allen Netzwerken funktionieren dieselben Inhalte. Und manchmal ist die Zielgruppe auch in mehreren Netzwerken unterwegs und daher schnell gelangweilt.

3. Durch Inhalte überzeugen

Die Leserinnen und Leser wollen nicht nur irgendwas wissen, sie wollen etwas wissen, was für sie von Bedeutung ist. Deswegen sollte beim Schreiben eines Beitrags immer im Vordergrund stehen:

  • Ist der Inhalt für Ihre Zielgruppe relevant?
  • Schafft er einen Mehrwert?
  • Spricht der Beitrag sie an?
  • Ist der Beitrag tatsächlich informativ oder eher werblich?

4. Den richtigen Ton treffen

Sie kennen Ihre Zielgruppe am besten. Überlegen Sie daher genau, mit welcher Tonalität Sie im Social Web auftreten. Ein gut gewählter, zielgruppengerechter Ton hat starken Einfluss darauf, wie Ihre Organisation wahrgenommen wird. Einheitlichkeit baut außerdem Vertrauen zu Ihnen als Sender auf. Sachlich, emotional, humorvoll, positiv, motivierend… Sie haben die Wahl!

Twitter-Account Abenteuer Regenwald

5. Authentisch und korrekt bleiben

Im Internet und gerade in den sozialen Netzwerken wird schnell etwas geschrieben, das nicht der Wahrheit oder den Regeln des respektvollen Umgangs miteinander entspricht. Das sollte Ihnen nicht passieren. Posten Sie keine unwahren Beiträge, denn das Internet vergisst nicht! Achten Sie darauf, keine Urheber- und Nutzungsrechte zu verletzen. Formulieren Sie Regeln: Geben Sie Ihrem Team Social Media Guidelines an die Hand, um festzulegen, was gepostet werden darf.
Sollten Sie auf Hass und Anfeindungen im Netz reagieren müssen, dann finden Sie beispielsweise bei der Kampagne „No Hate Speech“ wertvolle Hilfe: https://no-hate-speech.de/de/kontern/

6. Kritik annehmen

Kritik ist nie so schön wie ein Lob, doch sie eröffnet die Möglichkeit, die Zielgruppe besser zu verstehen. Hinterfragen Sie Kritik, um die Hintergründe zu verstehen und angemessen zu reagieren. Wird nur einmalig oder häufiger der gleiche Punkt kritisiert? Die Antwort sollte immer freundlich und mit Bedacht auf die Kritik eingehen. Das muss nicht öffentlich sein, sondern kann auch in einer persönlichen Nachricht erfolgen.

7. Klar und deutlich kommunizieren

Wenn Sie erfolgreich in den sozialen Netzwerken kommunizieren möchten, ist es sehr wichtig, nah an der Zielgruppe zu sein. Überlegen Sie, wie Ihre Zielgruppe kommuniziert und berücksichtigen Sie dies bei der Erstellung der Inhalte. Kolleginnen und Kollegen mit Fachwissen benötigen andere Inhalte als ein breites Publikum. Bleiben Sie dabei stets eindeutig und klar in Ihrer Botschaft. Doch beachten Sie: Soziale Medien sind schnell konsumierte Medien. Vermeiden Sie ausufernde Texte – oft kann ein Bild mit kurzem Text die bessere Wahl sein.

8. Zeit investieren

Es ist wichtig ein Netzwerk aufzubauen, das Ihnen mit Interesse folgt und mit dem Sie möglicherweise in einen intensiveren Dialog treten können. Das wird mit drei Posts im Jahr kaum geschehen. Regelmäßige erscheinende neue Inhalte sind der Schlüssel zum Social-Media-Erfolg. Beobachten und überlegen Sie, wie Sie die Beziehung zu Ihrer Zielgruppe intensivieren  können. Das kostet Zeit und ist viel Arbeit! Je früher Sie das bei Ihrer Planung berücksichtigen, desto eher zahlt es sich aus.

9. Bleiben Sie dran!

Die sozialen Netzwerke können für Ihre Kommunikation und Ihre Organisation eine relevante Größe werden, wenn Sie kontinuierlich dran bleiben! Informieren Sie regelmäßig über Ihre Aktivitäten, recherchieren Sie für Ihre Zielgruppe spannende Inhalte aus dem Themenfeld. Veröffentlichen Sie regelmäßig Beiträge und geben Sie Ihren Fans und Followern so die Möglichkeit, am Geschehen in Ihrem Projekt teilzuhaben. Hilfreich ist ein Kalender zum Planen von Posts. Vielleicht entwickelt sich ein spannender Dialog und Austausch, der Ihnen Aufmerksamkeit und neue Einsichten bringt.

10. Einfach mal Danke sagen

Klingt banal, ist aber eine der wichtigsten Social Media-Regeln überhaupt: Sagen Sie einfach auch einmal Danke! Das ist einfacher als gedacht: Verlinken Sie beispielsweise die Autorin oder den Autor eines Beitrages, geben Sie direkt eine Leseempfehlung ab oder weisen Sie auf die Veranstaltung eines Programmpartners hin. Sie können Beiträge liken, teilen und kommentieren, wenn ein Beitrag von Ihnen erwähnt wurde. Und Sie können freundlich sein – es hört sich banal an, öffnet aber auch in der virtuellen Welt die Türen!

Der Praxistipp gibt Ihnen eine erste Orientierung im Dschungel der Online-Kommunikation. Wichtig ist: Treten Sie der Social-Media-Welt authentisch, informativ und offen entgegen – denn hier tummeln sich echte Menschen mit normalen Bedürfnissen.

Dieser Beitrag wurde  auf  demokratie-leben.de, einem Internetangebot vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, veröffentlicht.

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